Tag der Bildung 2016 - Podiumsdiskussion

von Christoph Knecht

Am Mittwoch, dem 13. Januar 2016 fand zum Thema „Tag der Bildung und des Sparens bei den Schulen im Kanton Zürich“ eine Podiumsdiskussion in der Aula der KS Rychenberg statt von 10:20 - 11:50 Uhr für die 4. und 5. Klassen.

Auf dem Podium anwesend zeigten sich bekannte Persönlichkeiten wie:

Glättli Balthasar Nationalrat GPS, Präsident Mieterinnen- und Mieterverband Deutschschweiz
Magnusson Christoph Gemeinderat Winterthur FDP, Steuer- und Finanzberater
Meier Christa Gemeinderätin Winterthur SP, Schulleiterin und Kliniklehrerin im Kantonsspital Winterthur
Meyer Mattea Nationalrätin SP, Wirtschafts- und Humangeographin
Schmid Claudio Kantonsrat SVP, Unternehmer
Sennhauser Marcel Leiter Kommunikation Scienceindustries, Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech.

 

Die Akustik war hervorragend und die Aula voll besetzt mit Schülerinnen und Schülern.

Aula Rychenberg

Sehr beeindruckend zu lesen war das vierseitige Exposé zu der Podiumsveranstaltung (ua. mit der näheren Beschreibung der Podiumsteilnehmenden), welches die Schülerinnen und Schüler mit in Ihren Taschen führten. Ansonsten war im Saal nirgends ein Stück Notizpapier oder Ähnliches auf den Knien der Schüler zu sehen. Darauf angesprochen meinte eine etwas verdutzte Schülerin, sie seien eben im Begriff, intensiv zuzuhören, was ja auch offensichtlich war.

Es ist natürlich schon so: Wenn man diesen acht Meinungsmachenden mit offenen Ohren und klarem Denken lauschte, dann zeigten sich sehr bald die Interessenlagen.

In diesem Sinne wurde eigentlich nicht ganz klar ersichtlich, wie sachlich und lösungsorientiert diese Podiumsdiskussion wirklich war zum Thema „Wo und warum soll wie gespart werden?“. Denn diverse Fragen aus der Schülerschaft hatten einen auffallend pragmatischen und konkreten Charakter, der jedoch auf dieser Ebene letztlich eher unbeantwortet blieb.

Mit Hinblick auf eine angewandten Medienpädagogik wäre es vielleicht doch dienlich gewesen, wenn die aufmerksamen Schülerinnen und Schüler sich Notizen hätten machen können zu den faktischen Aussagen der acht Exponenten. Nicht zuletzt, um im Anschluss, auch auf der inhaltlichen Ebene die Diskrepanz zwischen den beiden wiederholt gemachten Aussagen zu erörtern:

  1. „Wir haben die niedrigste Steuerbelastung weit und breit“ und
  2. „Wir können uns vom Standortmarketing her Steuersenkungen nicht leisten“

im Verlaufe dieses Podiumsgespräches bedauerlicherweise nicht wirklich aufgelöst wurde.

Alles in allem ein überaus spannendes, gelungenes und memorables Programmereignis auf dem Campus Rychenberg, moderiert von einem hiesigen Schüler und einem Geschichtslehrer.

Insbesondere gebührt auch Dank für die hervorragend getroffenen Dankesworte zum Abschluss: Das von Herrn Prorektor Christian Sommer als Geschenk an alle Podiumsteilnehmenden überreichte „Licht der Bildung“ im photovoltaisch beleuchteten Einmachglas mit dem frisch gebackenen „Stück (Bildungs-) Kuchen“, ist ja an Symbolik und Sinngehalt kaum mehr zu überbieten. Auf dass sich die gierigen Spar-Geier hoffentlich kein Stück des Bildungskuchens ergattern mögen und wir alle ihn behutsam im Einmachglas bewahren mögen: Einfach gelungen und phantastisch,
grossen Dank von uns Elternseite der EMW!